Vorbereitung auf Vietnam

Hallo zusammen. Endlich geht es wieder los :). Ziemlich genau zwei Jahre nach unserer Rückkehr aus Kanada/USA/Dominikanische Republik machen wir uns wieder auf die Reise. Drei Wochen Vietnam stehen an und direkt nach Weihnachten hebt der Flieger ab.

Wie immer haben wir uns einiges vorgenommen und werden einmal quer durch Vietnam reisen und zum Schluss einen kurzen Abstecher nach Siem Reap in Kambodscha machen, um uns dort die Tempelanlagen von Angkor Wad anzuschauen. Wir werden also einige Zeilen für euch schreiben und natürlich auch fleißig Bilder hochladen.

Und wir legen noch einen oben drauf. Dawit, einer der Moderatoren des Podcasts “Stilles Kämmerchen“, hat uns gefragt, ob wir Lust hätten, während unserer Reise mit ihm ein paar Folgen für seinen Podcast aufzunehmen. Wir waren von der Idee begeistert und trafen uns vor ein paar Tagen bei Dawit im Wohnzimmer und haben die erste Folge von “Globepodder” aufgenommen. Wenn alles klappt, werden noch ein paar Folgen dazu kommen. Viel Spaß bei anhören der ersten Folge.

Back in Cabarete

Ja wir leben noch! Es tut uns mal wieder leid, dass wir euch so lange haben warten lassen. Aber nach unserer letzten Woche in der Dominikanischen Republik und unserem Rückflug nach Deutschland hatten wir jede Menge zu erledigten. Weihnachten und Silvester kamen auch noch dazwischen. Da blieb nicht viel Zeit und Muße um sich Gedanken über einen neuen Artikel zu machen. Aber ich fange am besten dort an, wo der letzte Artikel aufgehört hat.

Unser Trip nach Las Galeras neigte sich so langsam dem Ende zu. Nach einem herzlichen Abschied von Lea und Ivan, den Besitzern des B&B, brachten uns Eric und Sarah nach Santa Barbara de Samaná. Von dort ging es dann wieder mit dem Bus die 200km zurück nach Cabarete.

Nach unserer Rückkehr im Kite Beach Inn holten wir erstmal unsere zurück gelassenen Rucksäcke zurück und richteten uns wieder häuslich ein, um die letzten Tage unserer Reise zu genießen. Ein paar der anderen Gäste wohnten ebenfalls noch dort. Und so war es ein bisschen so, als ob wir nach Hause kommen würden ;-).

Mein ursprünglicher Plan, meine Kitesurf-Fähigkeiten noch ein bisschen auszubauen, wurden leider durch eine tagelange Flaute zunichte gemacht. Die Auskunft der anderen Kiter, dass in der vergangenen Woche super Wind war, hat nicht wirklich dazu beigetragen das ich mich besser fühlte.

Aber es hilft ja alles nix. Trübsal blasen ist auch wirklich nicht einfach, wenn einem jeden Tag die Sonne auf den Bauch scheint. Und so mussten wir uns um ein Alternativprogramm kümmern. Neben ausgedehnten Shopping-Touren um Souvenirs einzukaufen und natürlich relaxten Nachmittagen am Strand, wollten wir unbedingt noch zu den 27 Charcos . Da kann man sich mit einer Schwimmweste und einem Helm bewaffnet ein paar Wasserfälle hinunter stürzen und so der tropischen Hitze ein Schnippchen schlagen.
Dieses Mal stellte sich aufgrund der Entfernung die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln ein wenig schwierig heraus. Und auch ein Taxi kam aus dem selben Grund für uns nicht in Frage.
Ein Auto zu mieten war unsere nächste Option. Aber zu zweit ein Auto zu mieten ist ähnlich teuer wie ein Taxi zu mieten. Also haben wir in unserem Umfeld ein wenig Werbung für unser Vorhaben gemacht und innerhalb kürzester Zeit hatten wir drei begeisterte Mistreiter, die sich mit uns die 27 Wasserfälle hinunter stürzen wollten.
Das Auto zu mieten war eine Sache von 1-2 Stunden, in denen wir die Hauptstraße von Cabarete auf und ab gelaufen sind und bei jedem Vermieter mal die Preise abgeklopft haben. Die Entscheidung fiel auf einen SUV, der noch nicht ganz so abgerockt aussah, wie die anderen Mietautos. Nachdem ich meine Reisepass als Pfand dort gelassen hatte und unsere Kreditkarte gezückt hatte, durften wir das Auto dann auch direkt mit komplett leerem Tank mitnehmen. Also führte uns unsere erste Fahrt durch das Verkehrschaos zu einer Tankstelle um ein paar Galonen Benzin in den Tank zu füllen. Zum Glück hatte das Auto eine Klimaanlage. Ich habe nämlich auf meinen ersten Metern durch den dominikanischen Straßenverkehr Blut und Wasser geschwitzt.

Am nächsten Tag brachen wir in aller Frühe auf zu den Wasserfällen. Dank Tinas grandiosen Fähigkeiten als Navigator sind wir ohne Umwege, und nach 1,5 Stunden Fahrt an unserem Ziel angekommen. Schnell wurden wir dort mit den Schwimmwesten und Helmen ausgerüstet. Aber wenn wir dachten, dass wir sofort ins kühle Nass springen könnten, hatten wir uns geschnitten. Bevor man Wasserfälle hinunter springen kann, muss man erstmal zu ihnen hinauf. Also wanderten wir eine knappe Stunde durch den Dschungel. Ich bin mir nicht ganz sicher ob das nicht pure Absicht ist. Ohne den ganzen Schweiß der Touristen führen die Wasserfälle bestimmt niemals genügend Wasser :-). Aber dann ging es los. Geführt von zwei Guides durften wir von bis zu 10 Meter hohen Felsen in Wasserbecken springen und von Wasser und Sand glatt polierte Wasserrinnen entlang rutschen. Nach einer weiteren Stunde war der ganze Spaß vorbei und wir waren glücklich.

Da wir das Auto erst nachmittags wieder abgeben mussten, ging es noch in die Stadt Puerto Plato. Direkt an der Strandpromenade wollten wir eigentlich nur einen kurzen Snack zu uns nehmen. Die Besitzerin der Strandbar hatte aber aus irgend einem Grund einen Narren an uns gefressen. Und so wurden wir, nachdem wir unsere Sandwiches gegessen hatten, zunächst mit Mama Juana (ein Kräuter-Rum und quasi Nationalgetränk in der Dominikanischen Republik) abgefüllt. Ich konnte mich ein wenig drücken weil ich ja noch Auto fahren musste – was aber in den Augen der Besitzerin eigentlich kein ausreichender Grund war, nicht am helllichten Tag zu trinken. Anschließend wurden wir in die Familie aufgenommen (ich bin jetzt Sohn einer dominikanischen Restaurant Besitzerin und Tina ihre Schwester) und zum 50. Geburtstag nächstes Jahr sind wir natürlich auch eingeladen.

Einigermaßen angeheitert ging es dann zurück nach Cabarete. Das Auto zurück zu geben ging total problemlos. Den Schlüssel im Austausch gegen meinen Reisepass im Büro abgeben und das wars. Wir hätten das Auto auch komplett zerlegt abliefern können, dass hätte niemanden interessiert.

Die folgenden Tage verliefen wieder ruhiger. Am Vortag unserer Abreise kam doch noch einmal ein bisschen Wind auf und ich versuchte mein Glück mit dem Kite. Leider war aber nach einer halben Stunde der ganze Spuk vorbei und ich musste das ganze Material wieder einpacken – shit happens.

Und dann war er da. Der Tag an dem es für uns zurück nach Deutschland gehen sollte. Unser Flieger hob erst abends ab und so konnten wir noch ein wenig länger Sonne, Strand und Meer genießen. Mit dem Taxi ging es zum Flughafen. Noch dort habe ich mir meine Jeans und festes Schuhwerk angezogen. Was für ein komisches Gefühl nach ca. zwei Monaten nur Shorts, T-Shirt und Flip Flops. Nach einem ereignislosem Flug landeten wir am nächsten Tag mittags in Frankfurt. Der Beamte bei der Immigration warf nur einen kurzen Blick in unsere Pässe, unsere Rucksäcke waren mit die ersten Gepäckstücke auf dem Transportband und auch der Zoll wollte nichts von uns. Zack! Da standen wir mitten in der Ankunftshalle des Frankfurter Flughafens und konnten noch nicht wirklich realisieren, dass wir tatsächlich wieder zurück sind. Zum Glück wurden wir von Freunden empfangen, die sich rührend um uns gestrandete Reisende gekümmert haben.

Aber so eine Reise ist ja nicht einfach so vorbei. Auch hier in Deutschland ging es natürlich aufregend weiter. Aber das schreiben wir euch in einem weiteren Artikel. Versprochen! Nur so viel. Wir sind inzwischen wieder in Düsseldorf angekommen und schauen mal ob wir wieder ein geregeltes Leben eingestielt bekommen.

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¡Tranquilo mañana!

Nach einer Woche in Cabarete war es nun wieder an der Zeit unseren Standort zu wechseln und zu neuen Abenteuern aufzubrechen. Als neues Ziel hatten wir Las Galeras auf der Halbinsel Samaná ins Auge gefasst. Las Galeras liegt eigentlich nur ca. 200 Kilometer östlich von Cabarete. Allerdings werden die Straßen dorthin immer kleiner und die Anzahl der Schlaglöcher nimmt überproportional zur zurückgelegten Entfernung zu. Somit waren wir am Ende rund sechs Stunden unterwegs. Zudem wird die Auswahl der Transportmittel, die den geneigten Backpacker dorthin bringen, ebenfalls überschaubarer.

Tina musste dieses Mal ein bisschen länger im Internet recherchieren, bis wir einen Bus gefunden hatten, der uns für 300 Pesos pro Person (das sind ca. 5,50 Euro) zumindest bis zur letzten größeren Stadt in Samaná, Santa Barbare de Samaná, brachte. Unsere Hosts im Kite Beach Inn waren so freundlich und riefen für uns bei Transporte Papagayo an (Tel.: (++1) 809 – 749 6415 (nur Spanisch)) um zu klären ob es den Bus denn noch gibt und ob es eine Möglichkeit für uns gibt in Cabarete zuzusteigen. Alles kein Problem. Wir sollten an unserem Reisetag um 7:20 Uhr morgens an der Straße stehen. Da wir erst in drei Tagen fahren wollten, waren wir uns einig, dass wir am Vorabend unserer Abreise definitiv noch einmal bei Transporte Papagayo anrufen wollten – nur um sicher zu gehen ;-). Aber der Teufel ist ein Eichhörnchen und so haben wir zunächst vergessen unsere Hosts zu bitten noch einmal dort anzurufen und dann war das Office schon geschlossen und wir hatten keine Möglichkeit zu telefonieren. Also blieb uns nur die Hoffnung.

Mit entsprechend gemischten Gefühlen standen wir am nächsten Morgen überpünktlich um 7:15 Uhr  mit kleinem Marschgepäck an der Straße. Unsere großen Rucksäcke mit dem Großteil unserer Sachen haben wir im Kite Beach Inn gelassen. Wir haben eingesehen, dass wir hier mit ein paar T-Shirts, einer kurzen Hose und Badeshorts/Bikini sehr gut auskommen. Die ersten 10 Minuten hatten wir noch genügend damit zu tun den zahlreichen Motoconcho- und  Guagua-Fahrern klar zu machen, dass wir heute etwas weiter weg wollen und nicht auf dem Sitz eines kleinen Moppeds oder eines schrottreifen Bullis 200 km durch die Weltgeschichte eiern wollten. Dann hieß es warten – ¡tranquilo! Jeder größere Bus wurde von uns genau beobachtet, denn wir hatten nur eine wage Beschreibung wie der Bus denn aussehen sollte. Ungefähr 40 Minuten später kam dann tatsächlich ein Bus mit dem Schriftzug “Transporte Papagayo” in Sicht. Wild gestikulierend machten wir auf uns aufmerksam und nach einer Vollbremsung kam der Bus gute 20 Meter hinter uns zum stehen. Glück gehabt. Beinahe wäre unser Transport an uns vorbei gefahren.

Die nächsten Stunden verliefen ruhig. Nur eine kurze Pause um zu pinkeln und eine Kleinigkeit zu essen, ansonsten monotones Geschaukel und atemberaubende Landschaft die am Fenster vorbei zog. In Santa Barbara de Samaná angekommen zeigte sich wieder das typische Bild als wir den Bus verließen. Zahlreiche wild gestikulierende Fahrer, die uns auf spanisch davon überzeugen wollten doch auf ihrem Gefährt platz zu nehmen – ¡tranquilo! Letztendlich half uns unser Busfahrer und zeigte auf einen Pickup, der uns nach Las Galeras bringen sollte. Nachdem die anfängliche Verwirrung von Tina – “Die Ladefläche ist doch bestimmt nur für unser Gepäck!” – verflogen war, nahmen wir selber auf eben dieser Ladefläche platz und warteten bis unser Fahrer genügend Mitreisende gefunden hatte damit sich die Fahrt auch lohnt. Etwas eingeengt zwischen anderen Reisenden, Einkaufstüten und einem neuen Gasgrill nahmen wir die letzten Kilometer in Angriff. Nach einer Stunde und zahlreichen Stops, bei denen fleißig aus- und zugestiegen wurde, erreichten wir unser heutiges Ziel – Las Galeras. Schnell noch den Fahrpreis von 100 Pesos bezahlt und ab in das kleine B&B El Pequeño Refugio de Samana.

Wir wurden super nett von den beiden Besitzern, ein bulgarisches Pärchen, das vor 17 Jahren in die Dominikanische Republik ausgewandert ist, empfangen und konnten unser Zimmer direkt beziehen. Da wir kaum Sachen zum auspacken hatten, ging es sofort zum Strand um die Ecke. “Das ist nicht der schönste Strand hier in der Gegend” wurde uns gesagt. Wir konnten uns allerdings nur schwer vorstellen, wie noch schönere Strände aussehen sollen. Die nächsten Tage verbrachten wir damit den umliegenden Stränden, wie zum Beispiel Playa Rincon oder Playa Playita, einen Besuch abzustatten und uns unsere eigene Meinung zu bilden. Playa Fronton, der schönste von allen Stränden, konnten wir leider aufgrund von zu hohem Wellengang nicht mehr besuchen. Letztendlich ist es aber ohnehin schwer zu entscheiden welcher Strand der Schönste ist. Wirklich hässliche Strände haben wir auf jeden Fall nicht gefunden.

Unterstützt wurden wir bei unserer schweren Mission von einem US Amerikaner und einer Britin, die beide schon eine ganze Weile in Las Galeras leben und die wir an unserem ersten Abend in unserem B&B an der Bar kennengelernt hatten. Immer eine mit Bier gut gefüllte Kühlbox im Gepäck ging es im Geländewagen von einem grandiosen Ort zum nächsten. “Müsst ihr nicht auch irgendwann mal arbeiten?” fragten wir. “Ah. Tranquilo, mañana!” war dann die Antwort.

Und so genossen wir unser Leben in vollen Zügen. Wenn wir es leid waren an weißen Traumstränden unter Palmen zu liegen, besuchten wir eine der zahlreichen Bars oder Restaurants in Las Galeras, oder quatschen mit den Leuten an der Bar in unserem B&B. Das war es aber auch schon, was man in Las Galeras machen kann. Wer auf der Suche nach Abenteuer, Party und durchfeierten Nächten ist, kann Las Galeras getrost links liegen lassen. Für alle anderen ist es ein perfekter Ort um zu lernen was die Worte “tranquilo mañana” wirklich bedeuten.

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Cabarete – a tropical breeze

Nach fleissiger Recherche und Unterhaltungen mit anderen Reisenden war der nächste Ort ziemlich schnell klar. Cabarete – der Kite Surf Spot schlechthin. Tja und sobald Renzo die Chance wittert eine neue Fun Sport Art zu lernen, ergreift er sie auch. So hat er von Santo Domingo aus noch schnell einen Kurs zusammen mit einem anderen Sportverrückten namens Din gebucht. Ich hab aber auch noch weibliche Verstärkung fürs faul am Strand rumliegen bekommen und so sind wir dann zu viert morgens mit dem Taxi zum Busbahnhof gefahren.

Der Bus (Caribe Tours) war sehr bequem und verfügte über eine wunderbar gut funktionierende Klimaanlage. Nach einer ca. 5 stündigen Fahrt, die ich hauptsächlich schlafenderweise verbracht habe, haben wir das erste Etappenziel Sosua erreicht. Irgendwo hatte ich zuvor gelesen, dass Caribe Tour bis vor einigen Jahren auch direkt nach Cabarete gefahren ist, aber die dort ansässigen Taxifahrer haben sich entsprechend massiv dagegen gewehrt und deshalb wurde diese Route gestrichen. Tja und wie war es dann auch anders zu erwarten. Die Türen des Buses gingen auf und eine Horde von Fahrern diverser Transportmitteln (Taxi, Motoconcho, Guagua,…) standen parat und brüllten uns an, dass wir doch mit ihnen fahren sollen und mit sonst keinem. Nachdem wir diese stürmische Begrüssung verdaut hatten, haben wir wie es hier üblich ist angefangen zu verhandeln und schlussendlich waren alle zufrieden und wir sassen in einem Taxi nach Cabarete.

Als wir dann unser kleines Hotel erreicht hatten, war die Freude groß. Direkt am Strand gelegen und überall sah man die Kiteschirme in der Luft. Unser Apartment hat uns auch sehr gut gefallen. Ein großes “Elternschlafzimmer” mit Balkon und eine große Wohnküche mit zwei weiteren Betten. Allerdings nur für zwei Tage, da Lisa, die 4. im Bunde nur 2 Nächte bleiben konnte und wir danach in ein 3 Bett Zimmer umziehen mussten.

Den nächsten Tag haben wir natürlich am Strand verbracht. Renzo und Din waren etwas enttäuscht, dass es absolut keinen Wind gab, aber sie hatten ja noch genug Zeit um ihre Stunden zu nehmen. Abends ging es dann über den Strand nach Cabarete. Dort waren wir mit einem weiteren Reisenden, den wir ebenfalls in Santo Domingo kennengelernt hatten, in einer der vielen Strandbars verabredet. Damit die Jungs am nächsten Tag mit ihrem Kurs anfangen konnten, haben wir aufopferungsvoll einige Tropical Breeze getrunken um die Windgeister gnädig zu stimmen. Wir hätten aber wohl besser nen Hurricane trinken sollen, denn auch am nächsten Tag herrschte totale Flaute. Din wurde dann doch so langsam nervös, da er nur noch 3 Tage hatte bevor er sich Richtung Punta Cana aufmachen musste um seinen Rückflug anzutreten. Also hat er in der Kite Schule ein wenig rumgeheult und so wurde für den Nachmittag ein Lehrer an den Strand beordert, der den beiden zumindest schon mal ein wenig die Theorie beibringen sollte. Und glücklicherweise kam dann doch noch eine leichte Brise auf mit der die beiden grade so den Übungskite in der Luft halten konnten.

Die nächsten Tage wurden dann windtechnisch immer besser. Und so verbrachten wir alle einige schöne Tage am Strand. Meine waren zwar definitiv entspannter und ich habe auch auf alle Fälle weniger Salzwasser geschluckt als die anderen beiden, aber schlussendlich waren alle glücklich und zufrieden.

Den letzten Abend von Din wollten wir nochmal ordentlich feiern und deshalb in die Stadt. Doch dieses Vorhaben haben uns diverse Platzregen, die wohl im Abstand von 10 Minuten runtergekommen sind, vereitelt. Glücklicherweise ging es den anderen Hotelgästen genauso und so haben wir es uns in unserem Hotel gemütlich gemacht und dort gefeiert. Da unser Hotel keine eigene Bar hat, holten wir uns den Rum in einem kleinen Laden gegenüber bis wir diesen leergekauft hatten. Danach musste der Rum mittels eines Motoconchofahrers aus Cabarete eingefahren werden…

Gerade beim Bilder raussuchen, habe ich festgestellt, dass ich euch DIE Sensation bisher nicht erzählt habe. Wir hatten nämlich ein 2 Meter langes Krokodil direkt vor der Küste. Ich wollte es ja erst nicht glauben, Krokodile gibt es hier doch nicht – und ja es ist nicht ihr natürlicher Lebensraum, aber das Krokodil war eine Woche vorher bei einem Sturm aus einem Aquarium ausgebrochen und hatte die Gunst der Stunde genutzt und war ins Meer geflüchtet. Sieben Tage später wurde es dann bei uns im Meer gesichtet. Diese Neuigkeit hatte sich unter den Locals und Touristen schnell herumgesprochen und so füllte der Strand sich recht schnell und alle schauten den mutigen Jungs, die in Booten und auf Surfbrettern mit Stricken und einem Fischernetz dem Krokodil unermüdlich hinterherjagten. Am späten Nachmittag wurde die Hartnäckigkeit dann endlich belohnt und wir sahen die Leute draussen auf dem Meer jubeln. Das Krokodil ging ihnen endlich ins Netz. Unter Siegesgeheul wurde der Fang an Land gebracht und stolz der dort wartenden Menschenmenge präsentiert. Als dann wirklich jeder am Strand seine Erinnerungsfotos geschossen hatte, wurde das Kroko in ein Auto verladen und zurück in den Park gebracht.

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Santo Domingo – Dominikanische Republik

Das sind wir wieder und dieses Mal dürfen wir auch wieder berichten ;-). Nach unserem Aufenthalt in Las Vegas sind wir quasi auf direktem Weg in die Dominikanische Republik geflogen. Von Las Vegas ging es um kurz vor 23 Uhr zunächst wieder zurück an die US Ostküste, nach Fort Lauderdale. Dort haben wir uns allerdings nur drei Stunden am Flughafen herum getrieben. Dann hob unser zweiter Flieger nach Santo Domingo ab.
In der Hauptstadt der Dominikanischen Republik sind wir um 12 Uhr mittags angekommen und wurden, nachdem wir feststellen mussten das unsere beiden Rucksäcke erneut von Mitarbeitern der TSA (Transportation Security Administration) im Hinblick auf unsere Sicherheit durchwühlt wurden, direkt mit dem Shuttlebus in unser Hostel mitten in der Zona Colonial gebracht.

Vom Flug, der extrem hohen Luftfeuchtigkeit und der Hitze erledigt, haben wir uns erstmal ein kleines Nickerchen in unserem Zimmer gegönnt und haben es uns anschließend den restlichen Tag bei einer Flasche Bier im Garten unseres Hostels gemütlich gemacht.
Nach einer entspannten Nacht in unserem klimatisierten Schlafzimmer und einem ausgiebigen Pancake-Frühstück ging es los um die historische Altstadt von Santo Domingo zu erkunden. Nach den ganzen “historischen” Städten in Kanada und den USA, war der Anblick der hiesigen historischen Gebäude und Straßen eine wahre Wohltat. Santo Domingo ist die älteste von Europäern errichtete Stadt auf dem amerikanischen Kontinent und somit sind einige Teile der Stadt schon um die 500 Jahre alt.

Aufgrund der Hitze und Luftfeuchtigkeit nehmen wir unser bisher immer nur kurze Strecken vor und machen viele Pause um wieder etwas zu trinken und zu Atem zu kommen. Dadurch gestaltet sich unser bisheriger Aufenthalt aber auch sehr entspannt.

Wenn es dann wieder einmal Zeit für eine Dusche ist (Duschen könnte ich hier alle zwei Stunden) geht’s zurück ins Hostel. Dort wird dann weiter entspannt, mit den Zimmernachbarn gequatscht und unsere nicht vorhandenen Spanischkenntnisse aufpoliert.
Nachdem wir den zweiten Tag ebenfalls genutzt hatten um uns Santo Domingo anzuschauen, ging es gestern mit einer Tour in den Südwesten der Insel zur Isla Saona. Morgens um 7 Uhr wurden wir und drei weitere Backpacker an unserem Hostel abgeholt. Nun gut. Wir sollten um 7 Uhr abgeholt werden. Es wurde dann ein “wenig” später. So ist das halt hier. Wir sollten später noch erfahren, dass “only 10 minutes” in “es dauert bestimmt noch eine Stunde” übersetzt werden kann :-D.
Mit dem Auto ging es zunächst eine gute Stunde in Richtung Westen zum Parque Nacional Del Este. Dort mussten wird dann die oben erwähnten 10 Minuten plus noch einmal 5 weitere dominikanische Minuten auf unser Speedboot warten, dass uns dann in Richtung Isla Saona bringen sollte.
Da heute ein Feiertag ist, nutzten viele Locals die Chance um sich ebenfalls einen entspannten Tag im Nationalpark zu machen. Entsprechend voll war es auf den Booten und später auf der Insel. Aber die Strände sind hier groß genug, so das sich die Massen ein wenig verliefen.
Bevor wir aber die Insel Saona erreichten, machten wir einen ersten Stop vor der Küste auf einer Sandbank mitten im glasklaren türkisen Wasser um ein wenig zu schwimmen und den ersten Rum-Cola zu uns zu nehmen (es sollten im Laufe des Tages noch einige hinzukommen).
Erfrischt und gestärkt ging es dann weiter zur Insel. Dort konnten wir dann schwimmen, faul im Sand liegen, eine Runde Volleyball spielen und uns am Buffet stärken… und natürlich an der offenen Bar ein paar Rum-Cola bestellen und in der Brandung trinken.
Gegen Ende eines sehr entspannten Nachmittags ging es dann auf einen Katamaran, der uns in gemütlichem Tempo wieder zurück zu unserem Ausgangspunkt brachte. Natürlich ging auch an Bord des Katamarans der Rum mit Cola nicht aus. Und so wurden bei karibischen Klängen die Hüften geschüttelt und das Tanzbein geschwungen.

Heute nutzen wir die Zeit um diesen Blogartikel zu schreiben und weitere Pläne für unsere Reise durch die Dominikanische Republik zu schmieden. Bleibt uns also treu. Bis später.

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What happens in Vegas stays in Vegas

Sorry guys.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Barkissimo – Liveaboard

Mit dem Bus ging es in aller Frühe zurück nach San Francisco und weiter über die Bay Bridge nach Emeryville. Dort wurden wir vom Manager Max abgeholt und direkt auf eine Einkaufstour durch den örtlichen IKEA mitgenommen. Max ist super nett und hilfsbereit und wir haben uns auf Anhieb super mit ihm verstanden. Und so haben wir den kleinen Einkaufsbummel genutzt um uns schon einmal ein bisschen besser kennen zu lernen.

Anschließend ging es auf direktem Wege zum Hafen von Emeryville. Ein kurzer Fußmarsch über die Docks und schon standen wir vor unserem neuen Zuhause für die nächsten Wochen: Barkissimo – the floating oasis.
Als aller erstes wurden wir einmal durchs komplette Schiff geführt und haben die anderen Crewmitglieder kennen gelernt. In Summe waren Anfangs fünf Helfer (uns eingeschlossen) und Max und Vincent als Festangestellte auf Barkissimo. Scott, der Besitzer, ist erst zwei Wochen nach unserer Ankunft aus Mexico zu uns gestoßen.

Da es keine Buchungen gab, gestalteten sich die ersten zwei Tage sehr entspannt. In aller Ruhe konnten wir lernen, wie die Zimmer gereinigt und hergerichtet werden sollten, wo sich alles auf dem Schiff befindet und was man sonst noch so im Umgang mit den Gästen an Bord wissen sollte. Zwischendurch durften wir mit zum Einkaufen und bekamen nebenher noch kleine Führungen durch die Nachbarschaft.

Nach drei Tagen auf dem Boot (von denen an zwei Tagen keine Gäste an Bord waren) hatten wir schon unsere ersten freien Tage. Die nutzen wir um uns am ersten Tag ein bisschen mehr in San Francisco umzuschauen. Japantown, die Painted Ladies und die City Hall standen zum Beispiel auf unserer Liste.
Den zweiten freien Tag haben wir in Berkley verbracht um uns ein wenig die Stadt und natürlich den Campus der Uni dort anzuschauen. Wenn man wie wir in der Weltstadt Bocholt zur Uni gegangen ist, dann ist der Berkley Campus allerdings gar nicht so beeindruckend ;-).

Dann ging es aber wieder zurück an die Arbeit. Morgens stehen wir immer relativ früh auf, damit wir für die Gäste das Frühstück vorbereiten können. Es gilt Früchte zu waschen und zu schneiden, die Brötchen aufzubacken und, je nach Tagesplan, die Quiche, Tortilla, Casserole oder das Omelett zuzubereiten. Kaffee muss gekocht werden und der Frühstückstisch sollte gedeckt sein, wenn die ersten Gäste aus ihren Zimmern kommen. Dann gilt es dem Gast während des Frühstücks jeden Wunsch von den Lippen abzulesen und die drei Gänge aufzutragen bzw. die leeren Teller wieder zurück in die Küche zu befördern. Dort muss dann alles per Hand gespült werden (eine Spülmaschine haben wir leider nicht an Bord).
Nachdem die Gäste gefrühstückt haben, warten wir darauf das sie entweder auschecken oder aber von Bord gehen um die Gegend zu erkunden. Ein wenig Zeit also um sich ein kleines Frühstück zu gönnen.

Sind die Gäste dann von Bord ziehen wir uns die Gummihandschuhe an und machen uns daran die Kabinen wieder auf Hochglanz zu bringen. Die benutzten Bettlaken abziehen und zusammen mit den Handtüchern in die Wäsche geben. Das Bad putzen und von allen Haaren befreien, desinfizieren und trocknen. Neue Handtücher auslegen, ein wenig Staub wischen und die Betten wieder neu beziehen. Ich habe am Anfang noch über zwei Stunden pro Zimmer benötigt. Inzwischen sind wir beide aber recht fit und gut aufeinander eingespielt.

Sind die Räume fertig geputzt und wenn auch der Rest des Boots tip top ist, haben wir wieder ein wenig Freizeit. Wenn jemand anderes von der Crew an Bord bleibt, können wir uns die Fahrräder schnappen und einen kurzen Ausflug nach Emeryville machen. Ansonsten sucht man sich ein sonniges Plätzchen auf dem Boot, entspannt bei einem Glas Wein oder einer Flasche Bier und wartet darauf, dass die neuen Gäste am Nachmittag wieder einchecken. Dann heißt es den Gästen den Weg am Telefon zu erklären und am Parkplatz abzuholen, das Gepäck aufs Boot zu bringen und den Gästen das Boot zu zeigen.

Manchmal buchen die Gäste dann noch ein Dinner bei uns an Bord. Dann helfen wir noch ein wenig das Essen vorzubereiten, zu servieren und zu spülen wodurch sich unser Arbeitstag ein wenig verlängert. Aber das kommt äußerst selten vor und am Ende macht es immer Spaß die Gäste zu bedienen, ein wenig zu quatschen und neue Dinge zu lernen (z.B. wie man vernünftig Wein entkorkt und einschenkt).

Im großen und ganzen sind das unsere Hauptaufgaben. Hin und wieder müssen wir das Deck schrubben oder den Hot Tub säubern. Seit Scott aus Mexico zurück ist, helfen wir ihm auch mal beim Renovieren des zweiten Boots, das ebenfalls hier im Hafen liegt. Wenn abends die Gäste dann versorgt sind, kochen wir noch lecker und sitzen ein wenig zusammen um den Sonnenuntergang zu genießen.

Nach fünf Tagen arbeiten an Bord haben wir dann wieder zwei Tage frei. Die nutzten wir immer um uns die Gegend anzuschauen. So sind wir noch einmal hoch nach Santa Rosa gefahren, um Tinas Tante zu besuchen. Ein anderes Mal haben wir uns die Räder geschnappt, und sind damit durch San Francisco geradelt um uns unter anderem den wunderschönen Golden Gate Park anzuschauen. Oder wir sind mit der Fähre rüber nach Sausalito gefahren um uns die Bay von der anderen Seite mal anzuschauen.

Zusammengefasst haben wir es mal wieder super gut getroffen. Und unser Plan, San Francisco ein wenig länger zu genießen und zu erkunden, ist voll aufgegangen :-). Zum Schluss gibt es noch eine gute Nachricht für euch. Mit diesem Artikel haben wir es endlich geschafft euch zeitnah auf einen aktuellen Stand zu bringen. Ich sitze gerade hier in der Kombüse auf Barkissimo und lasse die vergangenen vier Wochen auf dem Boot revue passieren. Am Sonntag steigen wir in den Flieger nach Las Vegas um dort unser Trinkgeld in den Casinos zu verspielen. Ihr dürft also gespannt sein was wir von dort zu berichten haben. Spannend wird es auf jeden Fall. Bis dahin schaut euch unsere Bilder an und vielleicht findet der eine oder andere von euch ja ein wenig Zeit um uns mit einem kurzen Kommentar zu erfreuen. So long.

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Besuch bei der Verwandtschaft

Nach dem ganzen sight seeing in San Francisco haben wir uns entschieden dem Trubel der Stadt ein wenig zu entfliehen und meine Tante Heide in Santa Rosa zu besuchen. Schon während der zweistündigen Busfahrt, gab es für uns viel zu sehen. Einiges kannten wir bereits von unserer Fahrradtour, doch alles nördlich von Sausalito war Neuland und somit vergingen die zwei Stunden wie im Flug. Ich war auch ein wenig nervös, hatte ich meine Tante doch das letzte Mal vor ca. 20 Jahren gesehen. Aber alle Zweifel waren unbegründet. Wir wurden herzlich von ihr in Empfang genommen und auch die Hunde von Wolfgang, ihrem Sohn waren ganz begeistert von uns. Den ersten Abend haben wir gemütlich bei ein oder zwei Flaschen Wein und vielen kleinen Anekdoten aus der Vergangenheit verbracht.

Am nächsten Tag ging es erst kurz zu Wolfgangs Haus um die Handwerker dort zu bezahlen und danach in die Altstadt von Santa Rosa zum Frühstücken. Nach einem leckeren Omelett haben wir uns ein wenig die Stadt angeschaut bevor wir uns in Richtung Healdsburg aufgemacht haben. Healdsburg besteht aus lauter kleinen Galerien, Antiquitätenläden und Boutiquen in denen altes Zeug verkauft wird. Wir haben in einem Laden beispielsweise einen deutschen Taschenkalender von 1939 entdeckt der neben einigen privaten Eintragungen auch allgemeine Infos wie das damalig gültige Postentgelt oder eine Karte von Großdeutschland enthielt. Als wir genug gestöbert und bestaunt hatten, fuhren wir zu einem der vielen Winzer und haben uns durch dessen Weinkarte getrunken. Natürlich immer nur kleine Probierschlucke. Da uns der Wein gut geschmeckt hatte, wurden direkt einige Flaschen für den häuslichen Gebrauch gekauft.

Gut gelaunt ging es zum Schluss noch auf ne kleine shopping tour. Wir hatten nämlich am Abend zuvor eine Zusage für einen weiteren HelpX Aufenthalt bekommen. Doch dieses Mal konnten wir dort nicht mit unseren Stallklamotten aufkreuzen, denn wir hatten uns für eine Stelle in einem Bed & Breakfast beworben. Diese hatten uns per email zu verstehen gegeben, dass wir doch bitte mit ordentlicher Kleidung (Hemd/Bluse) unseren Dienst antreten sollten. Glücklicherweise gab es einen großen Ausverkauf an Sommerklamotten und so wurden wir schnell fündig ohne unseren Geldbeutel übermäßig zu strapazieren.

Durch das wine tasting angefixt, haben wir am nächsten Tag beschlossen dem Napa Valley einen Besuch abzustatten. Das Napa Valley ist eines der bekannteren Weingegenden im Großraum San Francisco und dementsprechend war auch trotz großer Hitze einiges los. Das erste Ziel das wir nach ca. 1 Stunden Fahrt erreichten war Calistoga. Da es dort aber so heiß war, sind wir nur einmal schnell die Hauptstraße hoch und runter geschlendert und haben uns danach schnell in ein klimatisiertes Restaurant für ein kleinen Mittagsimbiss verzogen. Frisch gestärkt haben wir die nächste Etappe in Angriff genommen. Nun ging es mitten durch das Napa Valley. Überall wo man hinblickte gab es Weinreben und die dazugehörigen Winzereien zu sehen. Natürlich konnten wir uns ein zweites wine tasting nicht verkneifen und so kehrten wir bei Markham ein. Auf der Karte standen 5 Weine für 10$ zum Probieren. Unser Mundschenk hat uns immer schöne Geschichten zu dem jeweiligen Wein erzählt und zu welchen Anlässen er diese trinkt. Den Rosé nimmt er z.B. mit, wenn er mit seinem Hund spazieren geht. Im nachhinein haben wir nicht nur diese 5 Weine getestet, sondern noch drei extra erhalten und gezahlt haben wir dafür auch nichts. Selbst die Flasche Wein, die wir gekauft hatten, haben wir vergünstigt bekommen. Renzo und Heide sind beide der Meinung, dass das an meinem charmanten Lächeln lag und dies den jungen Mann hinter der Theke dazu veranlasst hat so spendabel zu sein. Vielleicht war er aber auch schon mit seinem Hund spazieren. Wer weiß. Wir haben uns auf alle Fälle sehr gefreut und hatten viel Spaß und richtig guten Wein getrunken.

Beschwingt fuhren wir ein Stückchen weiter zu unserem nächsten Ziel – dem beschaulichen Städtchen St. Helena. Auch hier haben wir uns darauf beschränkt ein wenig die Hauptstraße entlang zuschlendern und die Auslagen zu betrachten.

Unser letzter Stopp war dann die Stadt Napa selbst. Die Schäden eines schweren Erdbebens im August waren an vielen Stellen noch deutlich zu sehen aber die Bewohner waren in Feierlaune. Es gab nämlich ein nettes Straßenfest mit vielen Buden, Wein- und Bierstände und Live Musik. Das konnten wir uns natürlich nicht entgehen lassen und mischten uns unter die Leute. Nachdem die letzte Band aufgehört hatte zu spielen, haben wir beschlossen den Rückweg anzutreten und den Abend bei Heide auf der Terrasse ausklingen zu lassen.

Auch unser letzter Tag bei meiner Tante hielt ein besonderes highlight für uns bereit. Gemeinsam mit Wolfgang ging es nämlich auf das Weingut von Francis Ford Coppola. Ich war ja allein schon von der Speisekarte und den kleinen Anekdoten hin und weg. So gibt es dort beispielsweise Hühnchen à la Mama Scorsese. Aber nicht nur das Essen hat überzeugt. Das ganze Anwesen ist schon der Hammer. Eine riesige Sonnenterrasse mit Pool und drum herum Weinberge. Fantastisch. Aber das beste waren natürlich die Originalrequisiten aus seinen Filmen. So konnten wir neben der Büroausstattung des Paten auch die Surfbretter und einiges mehr aus Apocalypse Now bewundern.

Tja und dann war unser Kurzurlaub bei meiner Tante auch schon wieder vorbei. Am nächsten Morgen ging es früh morgens zurück nach San Francisco zu unserem neuen HelpX host. Was wir hier so alles erleben werden wir euch in wenigen Tagen erzählen – stay tuned!

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San Francisco. Heck Yeah!

San Francisco! Wahnsinn! Schon seit Beginn unserer Reise vor gut einem Jahr träumte ich davon durch diese Stadt zu wandern. Und jetzt sind wir tatsächlich hier.
Die Rückgabe des RV’s ist wie erwähnt problemlos über die Bühne gegangen. Mit der bart (Bay Area Rapid Transit) ging es Richtung Downtown. Unsere Unterkunft für die nächsten Tage, das Adelaide Hostel, war schnell gefunden. Und da wir ein wenig früh dran waren und noch nicht einchecken konnten, haben wir uns direkt auf gemacht die Stadt zu erkunden.

Ohne viel Plan sind wir einfach mal los gelaufen schlussendlich in Fisherman’s Wharf gelandet. Da wir den direkten Weg wählten, mussten wir gleich mal feststellen, dass San Francisco ganz schön hügelig ist. Dafür hatten wir am höchsten Punkt der Taylor Street einen super Ausblick auf Downtown San Francisco.
Fisherman’s Wharf selber war dann ziemlich von Touristen überschwemmt. Ursprünglich mal der Ort, an dem die Fischer ihren täglichen Fang an Land brachten, dreht sich nun alles darum dem Touristen ein wenig von seinem Urlaubsgeld abzuknöpfen ;-).
Man kann hier seinen Hunger mit allerlei Seafood und anderen Leckereien stillen (Clam Chowder, serviert in einer Schüssel aus Sauerteigbrot, sollte man definitiv mal probieren – @Chris: Vielen Dank für den Tip).
Den Besuch des ausgestellten U-Boots und des Versorgungsschiffs der US Marina haben wir uns gespart. Dafür investierten wir ein paar Quarter (25 Cent Münzen) um an den teilweise wirklich alten Spielautomaten, die im Musée Mécanique ausgestellt waren, uns unsere Zeit zu vertreiben.

Am nächsten Tag haben wir uns einer Free Walking Tour von Wild SF Walking Tours angeschlossen und in einer wirklich angenehmen Gruppe Chinatown und North Beach erkundet. Wild SF Walking Tours sind zunächst einmal kostenlos. Am Ende wird man aber natürlich um eine kleine Spende gebeten. Jeder darf  soviel geben wie er bereit ist zu zahlen bzw. so viel wie es der Geldbeutel  zulässt ;-). Trotzdem oder vielleicht gerade deswegen war die Tour super informativ und wir hatten ca. 4 Stunden unseren Spaß, haben viel über San Francisco gelernt und einig nette Menschen kennen gelernt. Definitiv ein must do in San Francisco.

Nach einer weiteren Nacht in unserem Hostel sind wir zusammen mit zwei unserer Bettnachbarn zu einem der zahlreichen Fahrradverleiher um uns Fahrräder auszuleihen. Man sollte übrigens immer in seinem Hotel/Hostel nach Gutscheinen oder Discounts für den Fahrradverleih nachfragen und niemals den bei den Verleihern ausgehängten Preis zahlen. Ein paar Dollar spart man immer. Mit den Fahrrädern sind wir dann entlang der Piers in Richtung Golden Gate Bridge aufgebrochen. Ein kurzer Stop am Pier 39 um uns die Shops und die faulenzenden Seelöwen anzuschauen. Dann ging es weiter, vorbei an Fisherman’s Wharf, zur Ghirardelli Chocolate Manufactory. Ich kannte es nicht, die gratis Schokolade zum Probieren hat mir trotzdem geschmeckt.
Leider hatte eines unserer Fahrräder anschließend einen platten Reifen und wir mussten eine knappe Stunde auf ein Ersatzfahrrad warten. Dann ging es aber fast ohne Unterbrechung über die Golden Gate Bridge auf die andere Seite der Bucht nach Sausalito.
In Sausalito hatten wir ein wenig Zeit um etwas zu essen und dann ging es mit der Fähre zurück nach Downtown. Zurück im Hostel ging es dann relativ zeitig ins Bett. Am nächsten Tag wollten wir früh nach Alcatraz.

Die Tour nach Alcatraz hatten wir schon eine Woche im Voraus gebucht, weil die Touren relativ schnell ausverkauft sind. Außerdem hatten wir uns für eine der ersten Touren am Morgen entschieden, um wenigsten am Anfang noch entspannt umher gehen zu können. Im Laufe des Tages wird es dann nämlich immer voller. Wir hatten das Glück, dass gerade der chinesische Künstler Ai Weiwei seine Ausstellungen @Large auf Alcatraz eröffnet hatte. Also wurde uns, neben dem regulären Program wie z.B. der Audio Tour durch das Gefängnis und der Ranger Talks, eine super Ausstellung zusätzlich angeboten. So konnten wir locker den halben Tag auf der ehemaligen Gefängnisinsel verbringen. Wieder zurück auf dem Festland stärkten wir uns mit einem bodenständigen Burger von in-n-out Burger. in-n-out Burger ist eine Fastfood Kette hier in Kalifornien (und ich glaube inzwischen auch mit einigen Filialen in Texas), die sich die Frische ihrer Produkte auf die Fahnen geschrieben haben. So gibt es keine tiefgefrorenen Burgerpaddis (was zur Folge hat, dass die Burger innerhalb von wenigen Stunden von der eigenen Metzgerei in die Filialen geliefert werden müssen) und die Pommes werden für den Kunden sichtbar aus ganzen Kartoffeln frisch geschnitten und frittiert. Alles ganz nett und so, aber den hiesigen Hype um die Burger konnten wir nicht ganz nachvollziehen. Eventuell hätten wir aber vorher auch mal im Internet nach dem inoffiziellen “not so secret menu” suchen sollen ;-). Frisch gestärkt traten wir dann den Rückweg zum Hostel an. Aber nicht ohne der berühmten Lombard Street einen kurzen Besuch abzustatten.

Unseren vorerst letzten Tag in San Francisco haben wir damit verbracht durch die Viertel “Castro” und “Mission” zu laufen. Um ehrlich zu sein weisen meine Kenntnisse über die Geschichte dieser Viertel noch große Lücken auf. Auf jeden Fall findet man aber in The Castro die Keimzelle der Schwulen- und Lesbenszene in San Francisco. So haben wir das Museum der GLBT Society (Gay Lesbian Bisesuxal Transgender Society) besucht und die regenbogenfarbigen Kreuzungen bewundert. Noch weniger weiß ich über den Mission District. Aber man findet dort das älteste erhaltene Gebäude von San Francisco – die Mission Dolores. Außerdem kann man sich hier im angrenzendem Park Dolores wunderbar vom herum laufen erholen und dem Treiben der Locals zuschauen.

Soweit zu unserem Besuch in San Francisco. Soviel sei aber schon einmal gesagt – uns hat es hier so gut gefallen, dass wir anfingen Pläne zu schmieden ein wenig länger zu bleiben. Aber das ist Teil eines anderen Artikels :-). Bis später also.

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LA to San Francisco – immer der Küste entlang

Langsam navigierten wir also dieses 30 feet (gute 9 Meter) Wohnmobil vom Parkplatz der RV-Vermietung auf die Straße. Die erste Erkenntnis: Die Karre passt so gerade zwischen die Fahrbahnmarkierungen. Also immer wieder einen nervösen Blick in den Rückspiegel um zu kontrollieren, ob man noch auf seiner Fahrbahn fährt. Und so ging es dann zum nächsten Walmart um den Kühlschrank zu füllen und ein wenig Geschirr zu kaufen – das war nämlich nicht im Mietpreis inbegriffen… aber fangen wir noch einmal von vorne an.

Nachdem wir Robin verkauft hatten, stellte sich uns natürlich die Frage wie wir denn Kalifornien bereisen wollen? Anfangs überlegten wir uns einen kleinen Camper zu mieten. Dann war der Plan einen SUV zu mieten und uns rudimentäres Camping Equipment zu besorgen. Eine weitere Idee war von Stadt zu Stadt zu fliegen und mit organisierten Touren die Gegend zu erkunden.
Alles gute Ideen, wenn man nicht gerade versucht mit kleinem Budget durch die Gegend zu reisen.
Zum Glück hatte dann einer von uns den Einfall (ich vermute mal ganz stark das es Tina war) nach so genannten Relocations zu suchen. Autovermietungen stehen häufig vor der Situation, dass ein Auto, das am Standort A steht, an Standort B benötigt wird. Das gilt ebenso für Wohnmobilvermietungen. Jetzt könnte die Vermietung einen Mitarbeiter in das Wohnmobil setzen, der dieses dann von A nach B fährt, in das nächste Flugzeug springt, wieder zurück fliegt und am Ende eine ordentliche Spesenrechnung präsentiert.
Oder man inseriert die Tour in diesem Internet und findet so ein paar Backpacker, die sowieso diese Strecke fahren möchten. Die Backpacker bekommen das Wohnmobil quasi gratis ($1/Tag). Dafür übernehmen diese die Benzinkosten und müssen innerhalb eines festgelegten Zeitraums das Wohnmobil am Zielort abliefern. Wir hatten 4 Tage Zeit das Wohnmobil von Los Angeles nach San Francisco zu bringen. Eigentlich genügend Zeit um die grob geschätzten 600 Meilen gemütlich zu bewältigen. Um noch ein wenig entspannter reisen zu können, haben wir uns für $60,- noch einen extra Tag hinzu gebucht. Am Ende stand uns also ein Wohnmobil für fünf Tage für nur $64,- (+ Benzin) zur Verfügung, mit dem wir auf eigene Faust die Küste Richtung San Francisco erkunden konnten.
Leider ist es üblich, dass diese Wohnmobilen nicht mit Geschirr ausgestattet sind. Es gibt natürlich die Option für $125,- das Komplettpaket dazu zu buchen. Aber mal ehrlich, dieser Preis schien uns dann doch ein wenig übertrieben. Und so haben wir uns für ein paar Dollar einen Topf, Teller und Besteck gekauft und uns die übrigen $115,- gespart.

Ausgestattet mit allem was wir für die nächsten fünf Tage benötigen ging es dann durch LA in Richtung Highway 1. Unser erster geplanter Stop in Malibu musste leider ausfallen. Noch ein wenig ungeübt im Umgang mit einem so großen Fahrzeug fanden wir es schwierig einen passenden Parkplatz am Straßenrand zu finden. Und die ausgewiesenen Parkplätze waren alle kostenpflichtig. Also ging es an Malibu vorbei in den Malibu Creek State Park in dem wir unser erstes Nachtlager aufschlugen. Bis auf ein paar Rehe, die in der Abenddämmerung über den Campingplatz spazierten, ist an diesem Tag nichts aufregendes mehr passiert. Dafür gab es aber eiskaltes Bier aus unserem Kühlschrank :-D.

Am nächsten Tag ging es dann, nach einer heißen Dusche, weiter nach Norden in Richtung Santa Barbara. Immer entlang der Pazifikküste und der atemberaubenden Aussicht. In Santa Barbara hatten wir das Glück einen günstigen Parkplatz für unser mobiles Haus zu finden. Und so konnten wir entspannt bei strahlendem Sonnenschein zunächst über das Pier und dann durch die Innenstadt schlendern. Entlang an den Ständen eines Farmers Market und vorbei an Palmen gesäumten Straßen ging es zum Courthouse, von dessen Turm wir eine super Aussicht über Santa Barbara hatten. Anschließend führte uns unser Weg wieder zurück zu unserem Wohnmobil mit dem wir weiter Richtung Norden fuhren. Die Nacht haben wir dann direkt am Strand im El Capitan State Park verbracht. Mit zwei Dosen Bier haben wir es uns am Strand gemütlich gemacht und der untergehenden Sonne zugeschaut wie sie im Meer versinkt. Einfach Traumhaft! Und weil wir schon mal da waren, sind wir auch gleich noch in die Fluten gesprungen.

Der nächste Tag sollte ganz der Entspannung dienen. Also blieben wir auf dem Campingplatz und gingen, nach einem ausführlichen Frühstück, direkt an den Strand. Die Sonne versteckte sich zunächst zwar noch im Nebel, dafür konnten wir aber später am Tag die vorbei schwimmenden Delphine und Robben bei schönstem Sonnenschein bewundern und in der Brandung planschen wenn es uns zu warm wurde.

Dann mussten wir aber wieder ein paar Kilometer unter die Räder bekommen, da der Termin für die RV Rückgabe immer näher rückte. So haben wir am folgendem Tag lediglich ein paar mal direkt am Highway halt gemacht um die fantastische Aussicht entlang der Küstenlinie zu genießen und um eine gigantisch große Kolonie von Elephant Seals, die faul am Strand in der Sonne lagen, zu bewundern. Die Nacht verbrachten wir dann im Pfeiffer Big Sur State Park.

Am nächsten Morgen galt es zunächst die Tanks mit dem Schmutzwasser unseres RVs zu leeren. Aber das war alles kein Problem, wir hatten ja das Einführungsvideo bei der Wohnmobilübergabe aufmerksam angeschaut :-). Ziel für heute war der Walmart Parkplatz direkt neben der Wohnmobilvermietung, bei der wir das RV am nächsten Tag abgeben mussten. Auf dem Weg dorthin machten wir noch halt in Carmel by the Sea. In den Reiseführern und Broschüren als Perle an der Pazifikküste (oder so ähnlich) angepriesen, machte das Dorf auf mich den Eindruck, als ob alle die Leute, die in Düsseldorf auf der Kö einkaufen gehen, dort wohnen oder ihren Urlaub verbringen. Also eher nicht unser Klientel.  Aber einen wirklich fantastischen Sandstrand haben die dort. Den 17 Mile Drive, der sich in direkter Nachbarschaft zu Carmel befindet, haben wir uns auch noch gegönnt. Das ist eine Privatstraße über die Halbinsel Monterey. Wenn man $10,- locker macht, darf man mit seinem Auto eine Runde über die Halbinsel drehen und den Schönen und Reichen beim Golfen auf einem der unzähligen Golfplätze zuschauen. Wir haben uns eher für die schöne Aussicht aufs Meer interessiert und die Golfer links liegen lassen.
Unser letztes Ziel, der Walmart Parkplatz in Dublin, erreichten wir erst nach Sonnenuntergang. Noch schnell den Generator angeschmissen um unsere letzte Tiefkühlmahlzeit in der Mikrowelle aufzuwärmen und dann ab ins Bett.

Am nächsten Morgen mussten wir dann noch einmal tief in die Tasche greifen, das RV hatte ganz schön Durst auf unserer Tour und verlangte nach einigen Gallonen Benzin. Aber egal. Wir hatten wunderschöne Tage auf unserem Weg von Los Angeles nach San Francisco.
Aber unterm Strich würden wir beide uns nicht noch einmal für ein so großes Wohnmobil entscheiden. Man ist einfach viel zu eingeschränkt. Mal eben anhalten oder umdrehen um zu dem tollen Ausblick, an dem man gerade vorbei gefahren ist, zurück zu fahren ist mit so einem Ungetüm leider nicht möglich. Außerdem kann man nicht überall hin, weil z.B. der Parkplatz zu klein für das große Auto ist und letztendlich braucht man den ganzen Schnickschnack in so einem Wohnmobil nicht (auch wenn es ganz angenehm ist eine eigene Dusche, einen großen Kühlschrank, einen Backofen und eine Mikrowelle dabei zu haben ;-)). Aber mit unserem Robin waren wir definitiv mehr zufrieden.

Der Benzintank war also voll, die Schmutzwassertanks waren leer und wir hatten keine Beule ins Auto gefahren. Die Übergabe des Wohnmobils verlief somit problemlos und schnell. Wir wurden noch zum nächsten Bahnhof gebracht, von dem wir dann mit dem Zug nach Downtown San Francisco gefahren sind. Endlich! San Francisco! Aber das ist eine andere Geschichte.

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