Weisse Weihnachten in Kanada

Hallo Ihr! Wir hoffen ihr habt alle die Weihnachtsfeiertage gut überstanden, seid wohl genährt und reich beschenkt worden.

Wir hatten auf jeden Fall schöne Weihnachten. Ein bisschen anders als wir es gewohnt sind, aber trotzdem hat es uns super viel Spaß gemacht.
Am 24.12. haben wir zunächst nur im kleinen Kreis auf der Farm gefeiert. Die Kinder durften schon mal eins ihrer zahlreichen Geschenke öffnen, es gab Roastbeef und wir Helfer haben den Kanadiern mal gezeigt wie Feuerzangenbowle gemacht wird. Die Zubereitung mit dem Feuer und dem vielen Alkohol entsprach genau dem kanadischem Geschmack. Das Getränk selber hat dann nicht ganz überzeugt ;). Egal. So blieb mehr für uns übrig.

Für den 1. Weihnachtstag war eigentlich geplant, dass sich die komplette Familie bei Jeannes Mutter trifft. Aufgrund des Eisregens, der ein paar Tage vorher über unsere Region nieder gegangen ist, wurden einige Stromleitungen gekappt, und die Mutter von Jeanne hatte keinen Strom. So wurde die ganze Verwandschaft spontan zu uns auf die Farm eingeladen.
Also mussten wir innerhalb von kürzester Zeit die Wohnung für gut 20 Personen vorbereiten, Platz schaffen und Essen kochen. Aber mit vereinten Kräften war auch das kein großes Problem.

Der Abend verlief dann sehr entspannt und lustig. Jede Menge Geschenke wurden ausgepackt. Es gab einen 14 kg Truthahn und jede Menge Getränke. Gut das wir zur Feier des Tages am nächsten Tag die Tiere erst ein wenig später füttern mussten und “ausschlafen” konnten. Der 2. Weihnachtstag verlief für uns schon fast wieder normal – Tiere kennen keine Feiertage.

Seit gestern haben wir nun drei Tage Farmurlaub und wir haben uns auf nach Toronto gemacht. Nach den vielen Wochen auf dem Land genießen wir nun wieder das Großstadtleben. Gestern haben wir uns spontan Schlittschuhe ausgeliehen und haben bei strahlendem Sonnenschein ein paar Runden auf einer der unzähligen Eisflächen in Toronto gedreht.
Heute Abend werden wir hier im Hostel ins neue Jahr hinein feiern und morgen Nachmittag geht’s dann wieder zurück auf die Farm.

An dieser Stelle möchten wir euch allen einen guten Rutsch ins neue Jahr und ein glückliches, gesundes und erfolgreiches Jahr 2014 wünschen.

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Frohe Weihnachten euch allen

Hallo Zusammen.

Vielen Dank das so viele von euch uns und unserem Blog so treu geblieben sind. Wir freuen uns immer tierisch über jeden eurer Kommentare – bitte macht weiter so!

Wir haben in den vergangenen Tagen ebenfalls unsere Weihnachtsvorbereitungen getroffen, und heute endlich abgeschlossen. Der Weihnachtsbaum ist geschmückt. Die Geschenke liegen eingepackt direkt darunter. Die Kekse sind gebacken und alle Arbeiten im Stall sind erledigt. Also steht uns einem entspannten Weihnachtsfest nichts mehr im Weg.

Wir wünschen euch allen ein frohes Weihnachtsfest und entspannte Feiertage. Wir freuen uns darauf mit euch zusammen das nächste Jahr anzugehen und sind sehr gespannt was alles so passieren wird.

Viele liebe Grüße wünschen euch Tina & Renzo.

Weihnachtsbaum_1

Le Frisur

Einige von euch kennen mich ja schon mit den unterschiedlichsten Frisuren. Sei es der VoKuHiLa, der Mecki, der Pferdeschwanz, gefärbte Haare oder die Rastas. In den vergangenen Jahren war ich dann mit einer eher konservativen Frisur unterwegs. Lediglich der Bart ist noch dazu gekommen.

Trotzdem war da immer dieser kleine Mann in meinem Kopf, der auf jeden Fall noch eine Frisur ausprobieren wollte. Und was soll ich sagen? Die Gelegenheit war günstig!

Angefangen hat alles damit, dass Yasa seinen Mohawk nachgeschnitten haben wollte. Da ich mich beim Hufe trimmen der Ziegen nicht ganz so dumm angestellt habe, hat er mir diese vertrauensvolle Aufgabe übertragen. Ich glaube mein erster Mohawk ist mir ganz gut gelungen. Oder was meint ihr?

Mohawk-2 Mohawk

Von dem Ergebnis total begeistert brauchte es nur noch ein paar Minuten, bis ich all meinen Mut zusammen genommen hatte, und mir ebenfalls einen Mohawk rasieren ließ. Ich gebe mir jetzt erstmal ein paar Tage, um mich daran zu gewöhnen und entscheide dann, ob ich die nächsten Wochen besser doch eine Mütze trage ;).

Mohawk-4 Mohawk-9 Mohawk-3

 

Und hier nun endlich das fertige Ergebnis…

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Das Leben mit Ziegen

Wir sind gerade erst eine Woche auf der Ziegenfarm und haben schon so viel erlebt. Wir wohnen hier bei Jeanne und Bill und deren beiden jüngsten Kindern Caiden und Carson. Insgesamt gehören 7 Kinder zur Familie, die hier auch immer mal wieder vorbeikommen. Ansonsten gehören noch die drei Hütehunde Chanuk, Tundra und Nanuk, die Katze Mineau, das Pony Penny, 14 Hühner, ca. 50 Ziegen und nicht zuletzt wir Helfer Yasa, Renzo und ich zur Familie. Und wenn wir sagen wir gehören zur Familie, dann ist das kein Witz. Wir nehmen hier von Anfang an am ganz normalen Leben teil – mit allem drum und dran. Wir essen zusammen, arbeiten zusammen, kochen zusammen, sitzen abends zusammen vor dem Fernseher und es gibt kein Entkommen wenn die Kids einen Spielgefährten suchen.

Jeden Morgen klingelt für uns der Wecker um 7:40 Uhr. Halbverschlafen steigen wir in die Arbeitsklamotten und beginnen mit unseren täglichen Routinearbeiten. Wir bereiten schnell 3 Schüsseln Hundefutter vor und dann geht’s raus in die Kälte, um alle Tiere mit Heu und Wasser zu versorgen. Dass das Wasser ständig in den Eimern gefriert, und wir es immer wieder aufhacken müssen damit die Tiere saufen können, ist nur eine der täglichen Herausforderungen. Heu- und Strohballen müssen durch den Schnee getragen und ausgebüxte Tiere wieder eingefangen werden.

Nachmittags um vier werden die Tiere dann nochmals gefüttert und ggf. mit neuem Wasser versorgt. In der Zwischenzeit gibt es genug anderes im Stall zu tun. Einmal die Woche muss das komplette Stroh auf dem Boden ausgetauscht werden. Das ist echt anstrengend.

Da auch die Hühner frieren, haben wir denen gestern zwei Schaukeln für ihre Verschläge gebaut, damit sie nicht mehr auf dem Boden sitzen müssen. Jeanne ist total begeistert. Hoffen nur, dass die Hühner das auch so toll finden, wie ihre Besitzerin. Bisher wird unsere Arbeit aber schmählich ignoriert.

Eine große Herausforderung für uns war das Trimmen der Hufe der Ziegen. Erst mal muss man die Biester einfangen. Wenn einem das geglückt ist, werden sie im Stall angebunden und der wirklich schwierige Teil beginnt. Manche lassen diese Prozedur willenlos über sich ergehen, andere hingegen wehren sich mit aller Kraft dagegen. Teilweise muss die Ziege mit dem kompletten Körpergewicht gegen die Stallwand gedrückt werden, damit man in Ruhe arbeiten kann. Renzo ist inzwischen schon der totale Profi. Ich hingegen hab noch ordentlich Manschetten tief in den Huf zu schneiden. Aber alle haben mir versichert, dass es bisher jeder gelernt hat. Unsere schwangeren Ziegen haben wir inzwischen alle getrimmt. Nächste Woche stehen die Kids (die Ziegen-Kids, nicht Carson und Caidon ;)) auf dem Programm. Sie sind alle im Frühjahr diesen Jahres auf die Welt gekommen.

Aber auch der Spaßfaktor kommt hier nicht zu kurz. Ständig kommt Besuch vorbei oder wir sind selber auf Achse. Sei es ein Besuch in der örtlichen Brauerei, die, ihr werdet es nicht glauben, Schlüssel-Alt, unser Lieblingsalt aus Düsseldorf, braut und verkauft. Oder wir fahren alle zusammen ins nahe gelegene Blue Mountain Ski Ressort, um uns dort umzuschauen. Generell bekommen wir hier doch einiges von der Umgebung mit, und wenn wir mal nicht irgendwo hin gefahren werden, kann man hier super auf eigene Faust auf Streifzüge gehen und die Gegend erkunden.

Mal schauen was in den nächsten 3 Wochen noch alles so passiert. Auf dem Programm steht auf alle Fälle, Seife machen, Plätzchen backen und natürlich kanadische Weihnachten. Wir werden euch auf dem Laufenden halten.

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Unsere erste HelpX-Erfahrung

So der erste HelpX Aufenthalt ist rum. Höchste Zeit also etwas mehr davon zu berichten. Mit unseren beiden Hosts Jeannette und Reinhold haben wir einen echten Glücksgriff gemacht. Zwei sehr herzliche, hilfsbereite und humorvolle Menschen, die bereitwillig ihr Leben inklusive Freunde und Familie mit uns geteilt haben.

Einen geregelten Tagesablauf gab es nicht, wenn man mal vom täglichen Feuer im Ofen anmachen und den Mahlzeiten absieht – und davon gab es immer reichlich und vor allem super lecker. Es gab Tage an denen wir mit dem Auto quer durch die Lande gefahren sind um z.B. einzukaufen, Auto in die Werkstatt zu bringen oder Freunde von Jeannette und Reinhold zu besuchen. An anderen Tagen stand Hausputz auf dem Plan, den Kamin reinigen oder ein neues Regenrohr verlegen. Ein dominierendes Thema war das Feuerholz für den Winter sammeln. Genug Holz liegt auf dem Grundstück ja rum. Teilweise sogar schon in ofenkonforme Stücke zerlegt, allerdings auf dem kompletten Grundstück verteilt. Renzo und ich haben uns also immer wieder dran gemacht Holz einzusammeln. So richtig vorangekommen sind wir aber erst mit Bruce. Ein Bekannter der beiden, der für zwei Tage mit Kettensäge und ATV angerückt ist und mit dem Allradantrieb die gefällten Bäume aus dem Wald gezogen hat. Diese letzte Holzaktion hat dann auch dazu geführt, dass es abends ein Lagerfeuer gab (Renzo hat ja auf facebook fleissig Bilder gepostet)

Geselligkeit ist eine weitere Charaktereigenschaft der beiden. So haben wir allerlei Leute kennengelernt – hauptsächlich deutsche Auswanderer, die sich über den kalten Winter hier in Kanada beklagen 🙂 Ein Highlight war auf alle Fälle unser Ausflug nach Midland. Reinholds Neffe arbeitet nebenberuflich in einem ehemaligen Fort (Sainte-Marie among the Hurons). Dort wird jedes Jahr für drei Tage mit Einbruch der Dunkelheit First Light zelebriert. Hierfür stehen links und rechts von allen Wegen im Fort alte Laternen. Eine total romantische Stimmung wenn der Schnee im Kerzenlicht schimmert. In den alten Gebäuden bringen die Mitarbeiter den Besuchern das traditionelle Leben näher. So hatten wir zum Beispiel die Gelegenheit mit Feder und Tinte eine Weihnachtskarte zu schreiben. In anderen Hütten gab es heiße Schokolade mit Marshmallows, Cookies und Livemusik.

Am nächsten Tag haben wir uns Midland näher angeschaut und nebenbei noch ne Santa Claus Parade gesehen. Die halbe Stadt ist mitgelaufen und die andere hat sie sich angeschaut. Sehr lustig anzuschauen vor allem die kleinen süßen Elfen mit ihren rotgefrorenen Nasen. Der krönende Abschluss war natürlich Santa mit seinen Rentieren.

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Adventskalender

Kaum zu glauben aber wahr, Weihnachten steht vor der Tür. Zudem sind wir am 24.12. genau 3 Monate in Kanada. Also zwei gute Gründe euch jeden Tag ein Bild von unseren bisherigen Abenteuer zu präsentieren. Deshalb könnt ihr ab heute die nächsten 24 Tage jeweils ein Türchen in unserem Adventskalender öffnen.

Hierfür einfach oben auf den Reiter “Adventskalender”  oder hier klicken, der Rest ist denke ich selbsterklärend 🙂

[UPDATE] Der Adventskalender wurde umgezogen.[UPDATE]